Mareike Fallwickl „Das Licht ist hier viel heller“

Nach ihrem erfolgreichen Debut hat Mareike Fallwickl nun ihren zweiten Roman vorgelegt. In „Das Licht ist hier viel heller“ geht es um Maximilian Wenger, einst Bestseller Autor, jetzt nur in Selbstmitleid versinkender alter Mann und seine Tochter Zoey, unglücklich verliebt und mit der Familiensituation hadernd.

Wenger erhält eines Tages Briefe, eigentlich an seinen Vormieter interessiert, die er dennoch öffnet und liest und die ihn dann wieder dazu inspirieren zu schreiben. Auch Zoey liest die Briefe heimlich und fühlt sich darin verstanden, weil sie selbst etwas ähnliches erlebt hat.

Maximilian Wenger ist ein Charakter, den man nicht so richtig mögen kann. Arrogant, von sich selbst überzeugt, ein Chauvinist. Man wartet eigentlich die ganze Zeit darauf, dass sich Wenger wandelt aber das passiert nicht wirklich. Zoey ist ein sensibler Mensch, der das erste Mal mit Liebeskummer hat und außerdem dabei ist, herauszufinden, was sie selbst möchte. Zoey

Intelligent, schlagfertig-humorvoll und mit großer Empathie schreibt Mareike Fallwickl über das Gelingen und Scheitern von Liebe, Freundschaft und Familie, digitale und analoge Scheinwelten, Machtmissbrauch, weibliche Selbstbestimmung – und entfacht einen Sog, der fesselt bis zum Schluss.

Mareike Fallwickl; „Das Licht ist hier viel heller“; Frankfurter Verlagsanstalt; 2019; 384 Seiten; 24 Euro

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