Meine Bücher im Dezember

Der Dezember fliegt immer nur so an mir vorbei. Eine Weihnachtsfeier folgt auf die Nächste und zwischen Glühwein und Gänsebraten bleibt kaum Zeit, um noch ein Buch zu lesen. Zum Glück gibt es die Zeit zwischen den Jahren. Für mich ein Zeit für einen kleinen Kurzurlaub mit mir selbst und natürlich Büchern, die mir von lieben Freunden zu Weihnachten geschenkt wurden.

In letzter Zeit habe ich angefangen, mich intensiver mit Kunst, vor allem mit Kunst von ostdeutschen Künstlern zu beschäftigen. Da kam das Geschenk eines Freundes genau richtig: Julian Barnes „Kunst sehen“. Ein Buch voller Kunstgeschichten: Über Maler und ihre Exzentrik, über ihre Modelle, Musen, Bilder und Eskapaden. Toller weise ein Buch, dass sich auch für Kunsteinsteiger wie mich eignet. Barnes nimmt sich immer ein Kunstwerk und erklärt die Entstehungsgeschichte und auch die Merkmale der Epoche, für die es exemplarisch steht. Kann ich sehr empfehlen.

Außerdem habe ich endlich Madeline Millers „Circe“ gelesen. Die griechische Mythologie hat mich bisher abgeschreckt. Zu viele Akteure, zu viele weit verzweigte Geschichten. Doch Miller schafft das Kunststück, sich eine spannende weibliche Hauptfigur Circe herauszugreifen und ihre Geschichte neu und modern zu erzählen. Das ist packend, spannend und mit viel Empathie für die Protagonistin erzählt. Ein Pageturner.

Ein Buch, das ich in regelmäßigen Abständen immer wieder gern lese, ist John Streleckys „The why are you here cafe“. Gerade die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist für viele eine Zeit der Selbstreflexion. Was habe ich dieses Jahr erreicht? Wo soll es im neuen Jahr hingehen. Da hilft Streleckys schmales Buch, sich auf die wichtigen Fragen zu besinnen und eigene Antworten zu finden und zu überprüfen.

Hier sind alle meine im Dezember gelesenen Bücher:

Julian Barnes; „Kunst sehen“; 352 Seiten; Kiepenheuer & Witsch, 25 Euro

Madeline Miller; „Ich bin Circe“; Eisele Verlag; 528 Seiten; 24 Euro

John Strelecky; „The why you are here cafe“; Piatkus; 144 Seiten; 8,49 Euro

Meg Wollitzer; „Die Zehnjahrespause“; Dumont, 2019; 448 Seiten; 24 Euro

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