Sarah Kuttner „Kurt“

Kurt war eine Empfehlung meiner Lieblingsbuchhändlerin, sonst hätte ich vermutlich nicht dazu gegriffen. Sarah Kuttner ist in der TV-Landschaft Deutschlands sehr bekannt und spätestens seit „Mängelexemplar“ auch als Autorin. Allerdings haben mich ihre Bücher bisher nie wirklich gepackt. Doch dann kam Maria, die „Kurt“ als wunderbare Liebesgeschichte und Plädoyer für die Patchwork-Familie anpries und ich war interessiert.

Sarah Kuttner erzählt in „Kurt“ auf wunderbar leichte und schöne Weise von Lena, Kurt und Kurt. Lena und Kurt sind nach Brandenburg gezogen, um näher an Kurts Sohn Kurt zu sein. „Und dann fällt Kurt vom Klettergerüst“ und damit wird die Patchwork-Familie auf eine harte Probe gestellt. Der Vater versinkt in Trauer und Lena weiß nicht, wieviel Trauer ihr als Quasi-Stiefmutter eigentlich zusteht.

Sarah Kuttners Buch ist ganz vieles: traurig, lustig, ein Gartenbauhandbuch, eine Liebeserklärung an Brandenburg, ein bisschen Gentrifizierungsbashing, ein Umgang-mit-Trauer-Buch, vor allem aber ist es wunderbar geschrieben.

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