Meine Bücher im Mai

Im Mai habe ich eine neue Lesegewohnheit für mich entdeckt. Da ich eine Zeit lang auf Sport verzichten muss, habe ich angefangen, morgens im Bett schon ein halbe Stunde zu lesen. Es ist schön, direkt nach dem Aufwachen in eine Geschichte einzutauchen und damit den Tag zu beginnen. Und ich lese mehr. Das hat sich dann auch auf meine Bücher im Mai ausgewirkt.

Der Mai begann mit einem Krimi. Jeanine Cummins erzählt die packende Geschichte einer jungen mexikanischen Mutter, die mit ihrem Sohn in die USA flieht, nachdem ihre gesamte Familie von einem Drogenkartell ermordet wurde. Man fiebert 500 Seiten mit Lydia mit auf ihrer Flucht durch Mexiko, verfolgt von den Männern des Kartells, immer ungewiss, ob sie und ihr kleiner Sohn es schaffen werden. Die Geschichte ist wirklich spannend erzählt. Erst nach der Lektüre haben ich gelernt, dass das Buch in den USA sehr kontrovers diskutiert wurde. Kritiker sprechen Cummins mehr oder weniger das Recht und die Kompetenz ab, als nicht Mexikanerin diese Geschichte glaubwürdig zu erzählen. Ich würde sagen: Macht euch selbst ein Bild.

Angetan hat es mir im Mai auch die „Paardialogie“ von Roche und ihrem Mann. Im Buch sind die Podcast-Gespräche der beiden über ihre Beziehung zusammengefasst. Die beiden haben sich über Monate jeden Freitag in ihrer Ankleidekammer zum Gespräch getroffen und dabei ihre Beziehung erzählt und analysiert. Das ist nicht nur amüsant und kurzweilig, sondern auch oft lehrreich und inspirierend. Man erfährt viel über das Kennenlernen, die Hochzeit, ihr Patchwork-Familie aber auch über ihre Unterschiede und Krisen. Das ist lesenswert, egal ob man gerade in einer Beziehung ist oder nicht.

Last but not least „Untamed“ von Glennon Doyle. Ich habe Glennon Doyle ebenfalls über ein Podcast-Gespräch mit Gwyneth Paltrow entdeckt und war sofort schwer von ihr angetan. „Untamed“ ist ihr mittlerweile drittes autobiographisches Buch. Sie erzählt darin, wie sie die Krisen ihres Lebens überwindet und zu sich selbst findet. Das tut sie mit ganz viel Mut, Humor und Vertrauen auf sich selbst. Bisher nur auf englisch erschienen, kann ich es dennoch sehr empfehlen.

Jeanine Cummins: American Dirt. Roman. Übersetzt von Katharina Naumann. Rowohlt rororo. 560 Seiten, 15 Euro

Charlotte Roche, Martin Keß-Roche: „Paardiologie. Das Beziehungs-Buch“, Piper Verlag, München 2020, 304 Seiten, 18 Euro

Berit Glanz, „Pixeltänzer“; Schöffling + Co.; 2020; 256 Seiten; 18 Euro

Isabelle Autissier; „Klara vergessen“; mare; 2020; 304 Seiten; 20 Euro

Glennon Doyle, „Untamed“; The Dial Press, 352 Seiten; 28 Dollar

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